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Erfreuliche Nachricht für das Anna Göldi Museum:

Die Anna-Göldi-Stiftung erhält eine grosszügige Zuwendung, um ihr Museum im Hänggiturm in Glarus/Ennenda so auszubauen, dass es ganzjährig besucht werden kann.

Ermöglicht wird die Umstellung auf den künftigen Ganzjahresbetrieb dank dem Engagement einer als Kulturmäzen bekannten Persönlichkeit. Diese ist mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut und hat eine enge Beziehung zur glarnerischen Kultur und zum historisch bedeutenden Hänggiturm. Der zugesprochene Betrag ist an die Realisierung des Erweiterungsprojekts gebunden, mit dem die sinnvolle und sorgsame Nutzung des Hänggiturms auch langfristig sichergestellt werden soll.

Ziel ist es, den Ausbau bis im Jahr 2019 zu realisieren. Konkret sind die Isolation der Fassade und des Daches sowie die Beheizung des Hänggiturms geplant. Zudem wird der Einbau einer museumseigenen Bibliothek evaluiert. Das Projekt ist an bestimmte Vorgaben geknüpft und hat sowohl in denkmalpflegerischer als auch in ästhetischer und gestalterischer Hinsicht hohen Ansprüchen zu genügen. Deshalb soll es auch entsprechend fachmännisch und professionell begleitet werden.

Die Neuerung bedeutet eine erhebliche substanzielle Aufwertung nicht nur des Museums, sondern auch des Hänggiturms, dessen Nutzung während vieler Jahre ungewiss war. Mit dem Einzug des Anna-Göldi-Museums hat sich das im vergangenen Jahr geändert. Das Museum im Kantonshauptort entwickelte sich in kurzer Zeit zu einem vielbeachteten kulturellen Begegnungsort mit nationaler Ausstrahlung. Die Anna Göldi Stiftung ist überzeugt, dass der Ganzjahresbetrieb sowohl im Interesse der Standortgemeinde wie auch des Kantons Glarus liegt und eine bedeutende Stärkung des kulturellen und touristischen Angebots darstellt.

Eine Sonderausstellung im Anna Göldi Museum mit bewegenden Portraits aus der Schweiz regt an zum Gespräch über die Menschenrechte.

Ausstellungseröffnung mit Vortrag und Diskussion: Mittwoch 27. September 2017, 19.30 Uhr

Im Anna Göldi Museum findet bereits gut fünf Wochen nach der Eröffnung eine erste Sonderausstellung statt.

Die vor zehn Jahren gegründete Anna Göldi Stiftung hat sich von Anfang an auf ihre Fahne geschrieben, dass sie sich im Bereich Menschenrechte engagieren will. Sie hat deshalb unter dem Namen Anna Göldi Auditorium eine Veranstaltungsreihe initiiert, die sich mit dieser Thematik auseinandersetzt und vergibt in unregelmässigen Abständen den Anna Göldi Menschenrechtspreis.

In der Schweiz überflüssig geworden?

Die Ausstellung „Mein Recht, meine Geschichte“ wie auch die Eröffnungsveranstaltung stellt Fragen zur Bedeutung der Menschenrechte. So etwa: Sind Menschenrechte in der Schweiz nicht überflüssig geworden? Denn, es geht uns doch gut hierzulande. Und: Menschenrechte spielen in unserem Alltag praktisch keine Rolle. Doch, stimmt das? Sind die Grundrechte nur in Ländern wie der Türkei oder Russland unter Beschuss? Oder könnten wir diesen Schutz in der Schweiz auch verlieren?

Die Informationskampagne „Schutzfaktor M“ zeigt mit dieser Ausstellung Menschen, die wissen, was es heisst, wenn die Menschenrechte nicht mehr gelten.

Ursula Biondi / Andrea Huber

Mit 17 und schwanger ins Gefängnis

Eine davon ist Ursula Biondi, die als 17-Jährige in ein Frauengefängnis gesperrt wurde, weil sie minderjährig schwanger war. Das war 1967. Aber auch heute sind die Menschenrechte nicht in Stein gemeisselt, wie andere Geschichten zeigen. Ursula Biondi, eine der Trägerin des Anna Göldi Preises für Menschenrechte, wird über ihre Erfahrungen sprechen.

Andrea Huber, die Initiantin von Schutzfaktor M, wird an der Ausstellungseröffnung ein auf die Fragen und Inputs der Gäste massgeschneidertes Referat halten. "Südostschweiz"-Redaktor Daniel Fischli konnte für die Moderation und Diskussionsleitung gewonnen werden. Menschenrechte schützen uns Die Ausstellung würdigt die bedeutende Rolle der Menschenrechte. Andrea Huber formuliert es so: „Die Menschenrechte sind die Basis unserer Demokratie und unseres Rechtsstaates. Sie sind ein wichtiger Schutzfaktor. Denn sie schützen unsere Rechte als Bürgerinnen und Bürger, unsere Sicherheit und unsere Freiheit.“ Die Anna Göldi Stiftung und die Aktion „Schutzfaktor M“ laden die Bevölkerung ein, um über den Wert, Bedeutung und Bedrohung der Menschenrechte zu diskutieren.

Eröffnung mit Referat und Diskussion: Mittwoch 27. September 2017, 19.30 Uhr im Anna Göldi Museum, Fabrikstrasse 9, Ennenda.

Die Sonderausstellung ist während den üblichen Öffnungszeiten vom 27. September bis Ende Oktober zu sehen. Der Eintritt zu diesem Museumsteil ist frei. Das Museum ist unbeheizt. Bitte der Witterung angepasste Bekleidung mitnehmen.

Swisslos sendet im Schweizer Fernsehen regelmässig Beiträge über kulturelle Sehenswürdigkeiten aus der ganzen Schweiz. Erfreulicherweise fiel die Wahl nun auf das neu gegründete Anna-Göldi-Museum im Hänggiturm in Glarus-Ennenda, das aus dem Lotteriefonds mitunterstützt wurde.

Der Beitrag wurde vor kurzem gedreht und erscheint im Schweizer Fernsehen SRF 1 zur besten Sendezeit am Mittwoch, 29. November um 21:45 Uhr.

Aufnahmeleiterin Ruth Pierce war beeindruckt bei den Dreharbeiten mit dem Fernsehteam. "Eines der kreativsten Museen der Schweiz", lobte Pierce.

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